Geschichte des Biolandhofes Maage  
   
 

Die Geschichte des Bauerhofs Maage beginnt in schriftlicher Erwähnung bereits im Jahre 1548 im Bereich des heutigen Dorfs Benthe - als Zusammenschluss zweier Köthnerstellen, in der Dorfchronik benannt als Hofstelle 19.
Die Umsiedelung der Familie Maage von Benthe in das heutige, dem Dorf vorgelagerte und damals unbebaute "Sieben-Trappen" erfolgte 1907 unter Ernst (*1860 † 1944) und Dorette (geb. Carthus) Maage (gehreitatet 1890), als die damalige Betriebsstelle im Dorf verkauft wurde. Domizil wurde für die Familie die 1898-99 erbaute Villa Rehbock, die auch heute noch Stammsitz des Hofes ist.

Hof Maage um 1907 Hofansicht um 1907

Der 1890 geborene Sohn Friedrich Maage († 1914) heiratete 1911 Johanne Hüper († 1943) und wurde in seiner kurzen Ehe Vater von Friederich "Fritz" Maage (*1913 †1985) und Dorothea Maage (*1912 †1925, Lungenschwäche).

Friederich, Fritz und Dorothea Friedrich mit Fritz und Dorothea

Weiter entwickelte sich die Geschichte des Hofes Maage im Jahre 1942 in den Wirren des 2. Weltkrieges, als sich Fritz Maage und Hertha Knust dazu entschlossen zu heiraten und damit den Hof Maage von Fritz´ Großvater Ernst übernahmen, da Fritz´ Vater Friederich bereits 1914 im ersten Weltkrieg gefallen war. Das erste Kind, Renate, kam 1944 auf dem Hof zur Welt.

Nachdem der Krieg 1945 endete, kehrte Fritz aus dänischer Gefangenschaft zurück und machte sich mit seiner Frau Hertha an den Wiederaufbau.

Friederich Maage Friedrich "Fritz" Maage

Hertha Maage Hertha Maage

Das erste Kinde, Tochter Renate, kam 1944 auf dem Hof zur Welt, das zweite Kind, Sohn Ernst-Friedrich, ließ nicht lange auf sich warten und kam 1947 ebenfalls auf dem Hof zur Welt.
Der Zeit entsprechend handelte es sich um einen konventionellen Betrieb mit Kühen (Milchwirtschaft), Schweinen (Schlachtung), Getreide, Zuckerrüben, Obst und Gemüse.
Sohn Ernst-Friedrich wuchs heran und wurde zum Landwirt ausgebildet, um den Hof später zu übernehmen.

Ernst-Friedrich übernahm den Hof bereits 1972 von den Eltern und begründete kurze Zeit später, 1975, mit Ulrike Wildhagen ein neues Kapitel in der Geschichte des Hofes.

Ernst-Friedrich´s Hochzeit 1975

Mareike kommt 1979 zur Welt, Maarten 1982

   
Mareike                                                                       Maarten

Während die Kinder in den 80er Jahren heranwachsen, beginnen weltweit die ersten bewußten Überlegungen in Richtung gesunder Ernährung und gesunder Umwelt. Neurodermitis ist ein Wort, das immer häufiger fällt und auch der kleine Maarten bleibt nicht verschont. Ulrike und Ernst-Friedrich, als Erzeuger eine Quelle, erkennen früh, daß die Landwirtschaft reagieren muss und beginnen den entscheidenden Schritt der Umstellung zum ökologischen Landbau im Jahre 1985.
1987 erhält der Hof Maage den Bioland-Vertrag und wird nach 3-jähriger Endumstellung 1990 als Biolandhof anerkannt.
Parallel zur landwirtschaftlichen Umstrukturierung entwickelt sich aus dem hofeigenen Dosen- und Schlachtewurstverkauf (1982) auf Initiative von Ulrike Maage ein kleiner Hofladen (1985), der nach mehreren Erweiterungen bis ins Jahr 1999 heute auf mehrere Mitarbeiter, ca. 2000 (teilw. eigenerzeugte) Artikel und 100 qm Fläche stolz sein kann als Maage´s Land Laden (siehe auch Betriebsspiegel und Impressionen).

Bisheriger Höhepunkt in der Entwicklung des Hofes ist die Auszeichnung zum Bundesdemonstrationsbetrieb für ökologischen Landbau 2001 durch Bundesministerin Renate Künast (Ministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft). Frau Künast besuchte den Betrieb anläßlich eines Hof-Festes 2002(siehe Impressionen).

Im Juni 2008 hat Maarten Maage seine Ausbildung abgeschlossen und arbeitet seit dem auf dem Hof als Betriebsleiter mit,
Mareike hingegen arbeitet an der Uni Weimar, Fakultät Medien am Lehrstuhl für experimentelles Radio. >Mareike`s Homepage<


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